Zur Navigation springen
Zum Inhalt springen
Impressum zeigen

Pflege

Unser oberstes Ziel ist es, den Pflegebedürftigen in deren Eigenständigkeit und Unabhängigkeit zu fürdern und ein individuelles Wohlbefinden zu ermöglichen.

Inhaltsspezifische Grafik, menschen.jpg

Auch wenn die Pflegebedürftigkeit in der Regel ausschlaggebend für den Einzug in den Kronenhof ist, steht sie im Alltag nicht im Vordergrund. Nach unserem Selbstverständnis wohnen und leben die Bewohner in erster Linie hier. Dennoch muss die Pflege höchsten Qualitätsansprüchen genügen.

Unsere Pflege orientiert sich am "Modell der fördernden Prozesspflege" von Monika Krohwinkel. Primär ist dieses Modell ein personenbezogenes, fähigkeits- sowie förderorientiertes System. Unser oberstes Ziel ist es, den Pflegebedürftigen in deren Eigenständigkeit und Unabhängigkeit zu fürdern und ein individuelles Wohlbefinden zu ermöglichen.

Für unser pflegerisches Handeln bedeutet dies, dass der Bewohner mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt pflegerischer Entscheidungen steht. Er wird in diese mit einbezogen ggf. durch Interessenvertreter.

Pflegeschwerpunkte

Pflegeschwerpunkt Demenz

Einer der Schwerpunkte unserer Arbeit, ist die Betreuung von demenziell veränderten Menschen. Hier sehen Sie exemplarisch, wie wir dabei vorgehen.

Füllgrafik 1. Informationssammlung Füllgrafik
6. Evaluation / Bewertung Füllgrafik 2. Probleme und Bedürfnisse erkennen
5. Durchführung der Maßnahmen Füllgrafik 3. Definition von Zielen
4. Planung Füllgrafik

1. Informationssammlung

Vor Einzug eines Bewohners:
  • Anamnese: Analyse der Gründe,die zur Heimaufnahme führen
  • Biographiearbeit
  • Milieuanalyse: Hausbesuch und Beginn der Milieutherapie
Nach Evaluation:
  • Abgleich der Erkenntnisse mit vorhandenen Daten
  • Dokumentation neuer Erkenntnisse
nach oben
Fall Beispiel
Die Angehörigen von Frau M. stellten zunehmend Verwirrtheitszustände bei Frau M. fest. Sie wollte mehrfach scheinbar grundlos von zuhause weglaufen. Sie erkannte ihre Wohnung nicht wieder und gefährdete sich zuhause auf verschiedene Arten selbst. Vor Einzug bei uns wurde von den Angehörigen ein Lebenslauf angefertigt. Die Mutter von drei Kindern ist seit 40 Jahren Witwe und bestritt ihren Lebensunterhalt früher mit einem eigenen Friseursalon. Entsprechend der Eindrücke eines Hausbesuchs wurde das Einzelzimmer vor dem Einzug mit eigenen Möbeln und selbstgeknüpften Bildern eingerichtet.

2. Probleme und Bedürfnisse erkennen

  • Problemanalyse mittels Befragung des Bewohners und der Angehörigen sowie Auswertung von ärztlichen Berichten
  • Bedürfniserkennung mittels Befragung und Auswertung der Biographie und der Milieuanalyse
  • Ressourcenermittlung mittels Befragung und Beobachtung
nach oben
Fall Beispiel
In den ersten Tagen wurden die Schwierigkeiten und die Ressourcen von Frau M. erhoben. Sie zeigte eine starke Weglauftendenz. Ihre beruflichen Fähigkeiten waren noch vorhanden. Sie zeigte sich als engagierte Familienfrau, die "Arbeit" braucht. Sie machte sich gerne nützlich, mochte gesellige Runden und Feste und unterhielt sich gerne mit den anderen Bewohnern, den Mitarbeitern und Besuchern. Sie zeigte auch deutlich, dass sie gerne ihr eigener Herr ist. Tischspiele mochte sie nicht.

3. Definition von Zielen

Festlegung von Zielen unter Berücksichtigung der individuellen Probleme, Bedürfnisse und Ressourcen sowie der vorhandenen Kapazitäten im Bereich Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft. Die Ziele müssen realistisch, erreichbar und überprüfbar sein.
Typische Ziele bei demenziell veränderten Bewohnern:
  • Reduktion bestehender Psychopharmaka
  • Reduktion einer Weglauftendenz
  • Erhöhung der Teilnahme am Gemeinschaftsleben
nach oben
Fall Beispiel
Als Ziele wurden definiert, die Weglauftendenz abzuschwächen und in Kooperation mit dem behandelnden Arzt eine Reduktion der Psychopharmaka zu erreichen. Frau M. sollte sich gebraucht und nützlich fühlen und ihre Bedürfnisse so weit als möglich ausleben.

4. Planung

Erstellung eines Maßnahmenplans, mit dem die Ziele erreicht werden sollen. Typische Maßnahmen bei demenziell veränderten Personen:
  • Tagesstrukturierung
  • Basale Stimulation
  • Validation
  • Snoezelenelemente
  • Ergotherapeutische Elemente
  • Integratives Betreuungskonzept
nach oben
Fall Beispiel
Damit die Ziele erreicht werden konnten, sollte versucht werden die beruflichen Fähigkeiten von Frau M. zu nutzen. Es sollte erreicht werden, dass Frau M. andere Bewohner frisiert, um Selbstbestätigung zu erhalten und Anerkennung von den anderen Bewohnern. In Unruhephasen sollten die Mitarbeiter das vorherrschende Gefühl (Angst, Kummer usw.) erfassen und direkt ansprechen. Frau M. sollte bei kleineren hauswirtschaftlichen Tätigkeiten (Tische decken usw.) eingebunden werden. Um eine Eigengefährdung aus der Weglauftendenz zu vermeiden wurde in Absprache mit den Angehörigen eine richterliche Anordnung erwirkt, die den Einsatz eines elektrischen Weglauf-Meldesystems ermöglicht.

5. Durchführung der Maßnahmen

  • Die Verantwortung für die Durchführung der Maßnahmen ist klar geregelt
  • Es wird sicher gestellt, dass die beteiligten Mitarbeiter Kenntnis über die Art und Ausführungs bestimmungen der Maßnahmen haben
  • Die Durchführung der Maßnahmen wird dokumentiert
nach oben
Fall Beispiel
Die geplanten Maßnahmen wurden mit den Mitarbeitern in den Bereichen Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft besprochen und umgesetzt.

6. Evaluation / Bewertung

Tätigkeiten & Hilfsmittel:
  • Überprüfung der Zielerreichung
  • Prüfung der Durchführungsqualität der Maßnahmen
  • Bewertung der Wirkung der durchgeführten Maßnahmen
  • Ursachenforschung für bestehende Mängel
  • Pflegevisite
  • Fallsupervision
  • Besprechung mit Angehörigen
nach oben
Fall Beispiel
Die Evaluation führte zu dem erfreulichen Ergebnis, dass die Einnahme von Psychopharmaka reduziert werden konnte. Frau M. zeigte kaum noch eine Tendenz zum Weglaufen. Sie frisierte hin wieder andere Bewohner und half auch regelmäßig im hauswirtschaftlichen Bereich.
Im Evaluationsgespräch mit den Angehörigen erfuhren wir zusätzlich, dass Frau M. früher gerne mit dem Auto gefahren ist. In Unruhephasen nehmen wir sie zu kleineren Besorgungen mit oder fahren mit dem Auto eine kleine Runde spazieren. Danach freut sie sich immer, in den Kronenhof zurück zu kommen.

Pflegeschwerpunkt Schwerstpflege

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit, ist die Betreuung von schwer pflegebedüftigen Menschen mit eingeschränkter Mobilität (z.B. durch Morbus Parkinson oder nach einem Schlaganfall). Hier sehen Sie exemplarisch, wie wir dabei vorgehen.

Füllgrafik 1. Informationssammlung Füllgrafik
6. Evaluation / Bewertung Füllgrafik 2. Probleme und Bedürfnisse erkennen
5. Durchführung der Maßnahmen Füllgrafik 3. Definition von Zielen
4. Planung Füllgrafik

1 Informationssammlung

Vor Einzug eines Bewohners:
  • Anamnese: Prüfung der Entlass- und Zwischenberichte von Krankenhaus und Rehabilitationseinrichtung
  • Gespräche mit Betroffenen und Angehörigen
  • Biographiearbeit und Milieuanalyse
Nach Evaluation:
  • Abgleich der Erkenntnisse mit vorhandenen Daten
  • Dokumentation neuer Erkenntnisse
nach oben
Fall Beispiel
Frau B. kam aus einer Rehabilitationsklinik zu uns mit der Diagnose rechtsseitige Halbseitenlähmung (Hemiplegie). Aus dem Vorgespräch mit den Angehörigen wussten wir, dass Frau B. gerne in Gesellschaft anderer Menschen ist und sie sich sehr gerne mit anderen Menschen unterhält. Die Angehörigen beschreiben sie als einen lebenslustigen Menschen. Die Angehörigen wohnen vor Ort.

2 Probleme und Bedürfnisse ermitteln

Problem- und Ressourcenanalyse bezüglich Kommunikationsfähigkeit, Mobilität und Nahrungsaufnahme in Zusammenarbeit mit Therapeuten Bedürfniserkennung mittels Befragung und Auswertung der Biographie und der Milieuanalyse nach oben
Fall Beispiel
Durch Gespräche mit Frau B. und den Angehörigen und Auswertung der Arztbriefe konnte festgestellt werden, dass die Sprachfähigkeit voll vorhanden war. Die Halbseitenlähmung führte unter anderem zu folgenden Problemen: stark eingeschränkte Mobilität, Schluckbeschwerden, Probleme beim Anziehen und Waschen. Wir konnten feststellen, dass Frau B. halbstundenweise sitzen konnte. Um die Ernährung sicherzustellen bekam Frau B. im Krankenhaus eine künstlichen Ernährungssonde (PEG-Sonde) gelegt. In der Rehabilitationsklinik wurde bereits mit Schlucktraining begonnen. Die Angehörigen zeigten Bereitschaft zu regelmäßigen Besuchen.

3 Definition der Ziele

Festlegung von Zielen unter Berücksichtigung der bewohnerindividuellen Probleme, Bedürfnisse und Ressourcen sowie der vorhandenen Kapazitäten im Bereich Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft. Die Ziele müssen realistisch, erreichbar und überprüfbar sein. Typische Ziele bei Bewohnern mit Schlaganfall:
  • Schrittweise Wiederherstellung verlorener Fähigkeiten
  • Normalisierung der Körperwahrnehmung
  • Regelmäßige Teilnahme am Gemeinschaftsleben
nach oben
Fall Beispiel
Zunächst wurden hauptsächlich pflegerische Ziele definiert. Es sollte eine weitestgehende Unabhängigkeit von der künstlichen Ernährung erreicht werden. Die Nahrung sollte komplett oral aufgenommen werden. Die Sitzfähigkeit sollte auf zwei Stunden ausgedehnt werden. Die Mobilität beim Waschen und Anziehen sollte verbessert werden. Um das allgemeinen Ziel "Steigerung der Lebensqualität" zu erreichen sollte eine regelmäßige Teilnahme an Gemeinschaftsveranstaltungen angestrebt werden.

4 Planung der Massnahmen

Erstellung eines Maßnahmeplans mit dem die Ziele erreicht werden sollen. Typische Maßnahmen bei Bewohnern mit Schlaganfall:
  • Mobilisation in aufrechter Stellung
  • Ess- und Schlucktraining
  • Lagerung
  • Sensorische Stimulation
  • Obstipationsprophylaxe
nach oben
Fall Beispiel
Um die Ziele zu erreichen wurden mehrere Maßnahmen geplant. In Absprache mit Ärzten und Therapeuten sollte regelmäßiges Ess- und Schlucktraining stattfinden. Neben täglichen Bewegungsübungen sollte eine Anleitung und tägliches Training beim Waschen und Kleiden stattfinden ("Hände des Pflegepersonals in den Hosentaschen"). Frau B. sollte animiert werden am Gemeinschaftsprogramm teilzunehmen.

5 Durchführung der Massnahmen

  • Die Verantwortung für die Durchführung der Maßnahmen ist klar geregelt
  • Es wird sicher gestellt, dass die beteiligten Mitarbeiter Kenntnis über die Art und Ausführungs bestimmungen der Maßnahmen haben
  • Die Durchführung der Maßnahmen wird dokumentiert
nach oben
Fall Beispiel
Die geplanten Maßnahmen wurden mit den Mitarbeitern in den Bereichen Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft besprochen und umgesetzt. Der behandelnde Arzt beobachtete den Schmerzzustand intensiv und stellte die Dosis der Schmerzpräparate entsprechend des Schmerzstatus ein.

6 Evaluation / Bewertung

Tätigkeiten & Hilfsmittel:
  • Überprüfung der Zielerreichung
  • Prüfung der Durchführungsqualität der Maßnahmen
  • Bewertung der Wirkung der durchgeführten Maßnahmen
  • Ursachenforschung für bestehende Mängel
  • Pflegevisite
  • Fallsupervision
  • Besprechung mit Angehörigen
nach oben
Fall Beispiel
Die Prüfung der Ziele und der Maßnahmen (Evaluation) führte zu dem Ergebnis, dass die Ziele weitestgehend erreicht wurden. Die durchgeführten Maßnahmen zeigten die erwartete Wirkung. Frau B. konnte mit Hilfe stehen. Sie hatte zwischenzeitlich begonnen selbst zu essen und benötigte weniger Unterstützung. Die PEG-Sonde konnte entfernt werden. Frau B. hatte Spaß an gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Die Angehörigen bestätigten den subjektiven Eindruck gesteigerter Lebensqualität.
Zwischenzeitlich kann sich Frau B. fast ganz selbst anziehen und benötigt nur noch kleinere Hilfen beim Waschen und Anziehen.

Pflegeschwerpunkt Palliativpflege

Die Betreuung sterbender Menschen stellt eine besondere Anforderung an Bewohner, Angehörige und unser Pflegeteam. Hier sehen Sie exemplarisch, wie wir dabei vorgehen.

Füllgrafik 1. Informationssammlung Füllgrafik
6. Evaluation / Bewertung Füllgrafik 2. Probleme und Bedürfnisse erkennen
5. Durchführung der Maßnahmen Füllgrafik 3. Definition von Zielen
4. Planung Füllgrafik

1 Informationssammlung

Vor Einzug eines Bewohners:
  • Studium der Entlass- und Zwischenberichte von Krankenhäusern
  • Prüfung, ob eine Partientenverfügung vorliegt oder entsprechende Äußerungen
  • Biographiearbeit
Nach Evaluation:
  • Abgleich der Erkenntnisse mit vorhandenen Daten
  • Dokumentation neuer Erkenntnisse
nach oben
Fall Beispiel
Frau W. litt an Schilddrüsenkrebs im Endstadium mit zahlreichen Metastasen. Die Auswertung der Arztbriefe ließ eine Heilung nicht erwarten. Vor Einzug in den Kronenhof wurden Gespräche mit den Angehörigen geführt. Frau W. wurde als lebenslustiger Mensch geschildert, der seine Zeit gerne in Gesellschaft anderer Menschen verbringt. Die Patientenverfügung beinhaltete das Unterlassen lebensverlängernder Maßnahmen, insbesondere künstliche Ernährung.

2 Probleme und Bedürfnisse ermitteln

Problemanalyse mittels Befragung des Bewohners und der Angehörigen sowie Auswertung von ärztlichen Berichten; insbesondere Erhebung des Schmerzstatus und der Ängste Bedürfniserkennung mittels
  • Befragung und Auswertung der Biographie und der Milieuanalyse
  • Ressourcenermittlung mittels Befragung und Beobachtung
nach oben
Fall Beispiel
Frau W. war aufgrund starker Schmerzen in der Beweglichkeit stark eingeschränkt. Auch im Ruhezustand litt sie Schmerzen. Nahrung konnte sie nur sehr unzureichend aufnehmen, da der Schlucktrakt beeinträchtigt war. Die Nahrungsaufnahme wurde als große Quälerei empfunden. Als Folge litt Frau W. unter andauernder Mundtrockenheit und großem Durst. Sie äußerte den Wunsch zu sterben und gleichzeitig die Angst dies alleine zu müssen.

3 Definition von Zielen

Festlegung von Zielen unter Berücksichtigung der bewohnerindividuellen Probleme, Bedürfnisse und Ressourcen sowie der vorhandenen Kapazitäten im Bereich Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft. Die Ziele müssen realistisch, erreichbar und überprüfbar sein. Typische Ziele im Rahmen einer Palliativpflege:
  • Steigerung des Wohlbefindens
  • Reduzierung der Schmerzen im Rahmen der pflegerischen Möglichkeiten und in Absprache mit dem behandelnden Arzt
nach oben
Fall Beispiel
Folgende Ziele wurden definiert: Frau W. sollte den Alltag als schmerzarm empfinden können, es sollte eine akzeptable Nahrungszufuhr erreicht werden und es sollte ein Umfeld geschaffen werden, das es Frau W. ermöglicht Abschied nehmen zu können.

4 Planung

Erstellung eines Maßnahmenplans mit dem die Ziele erreicht werden sollen. Typische Maßnahmen im Rahmen einer Palliativpflege:
  • Schmerztherapie
  • Medikamentöse Behandlung von Übelkeit und Erbrechen
  • Beobachtung der Wirksamkeit der ärztlichen Verordnungen
  • Mundpflege
  • Psychosoziale Betreuung
nach oben
Fall Beispiel
Zur Erreichung der Ziele wurde die Wunschkost um Trinknahrung ergänzt. Frau W. sollte essen und trinken was sie schafft. Auf künstliche Gabe von Flüssigkeit sollte bewusst verzichtet werden. Über die Art und Häufigkeit der Lagerung sollte Frau W. selbst entscheiden. Ärztlicherseits wurden schmerzstillende Pflaster verordnet. Die Dosis wurde vom behandelnden Arzt regelmäßig eingestellt.

5 Durchführung der Massnahmen

  • Die Verantwortung für die Durchführung der Maßnahmen ist klar geregelt
  • Es wird sicher gestellt, dass die beteiligten Mitarbeiter Kenntnis über die Art und Ausführungs bestimmungen der Maßnahmen haben
  • Die Durchführung der Maßnahmen wird dokumentiert
nach oben
Fall Beispiel
Die geplanten Maßnahmen wurden mit den Mitarbeitern in den Bereichen Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft besprochen und umgesetzt. Der behandelnde Arzt beobachtete den Schmerzzustand intensiv und stellte die Dosis der Schmerzpräparate entsprechend des Schmerzstatus ein.

6 Evaluation / Bewertung

Tätigkeiten & Hilfsmittel:
  • Überprüfung der Zielerreichung
  • Prüfung der Durchführungsqualität der Maßnahmen
  • Bewertung der Wirkung der durchgeführten Maßnahmen
  • Ursachenforschung für bestehende Mängel
  • Pflegevisite
  • Fallsupervision
  • Besprechung mit Angehörigen
nach oben
Fall Beispiel
Die Überprüfung der Maßnahmen führte zu dem Ergebnis, dass Frau W. deutlich weniger Schmerzen empfand als zu Beginn der Maßnahmen. Ihr Allgemeinzustand hatte sich rasch gebessert. Sie konnte den Tag meist im Sessel verbringen und am Alltagsleben teilnehmen. Die Nahrungsaufnahme gestaltete sich sehr aufwändig und benötigte viel Zeit im Tagesablauf. Um eine akzeptable Nahrungszufuhr zu gewährleisten, wurden die Mahlzeiten auf mehrere kleine Portionen verteilt. Wenn Frau W. nicht mehr konnte wurde eine Pause eingelegt, um sie mit der Nahrungsaufnahme nicht zu überfordern. Frau W. ist nach drei Monaten im Beisein Ihrer Kinder ruhig eingeschlafen und verstorben.